Begriffserklärung

Amblyopie
Schwachsichtigkeit meist eines Auges bedingt durch Schielen, organische, meist angeborene Fehlbildungen des Auges, nicht oder zu spät korrigierte Fehlsichtigkeiten, Dioptrieunterschied beider Augen, ...

Asthenopie
Unter dem Begriff Asthenopie versteht man die unterschiedlichsten Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Sehen auftreten können. Diese Beschwerden treten bei einem vollkommen normalen organischen Augenbefund auf und können alle Altersgruppen betreffen.
Mögliche Symptome:

  • Leseschwierigkeiten (Verschwommensehen, Trennschwierigkeiten, Zeilen verlieren, "tanzende" Buchstaben ...)
  • Kopfschmerzen
  • Schnelles Ermüden bei Belastung der Augen
  • Brennen / Tränen der Augen
  • Doppelbilder
  • Probleme beim Fokuswechsel
  • Schwindel (v.a. beim Lesen und bei Bildschirmtätigkeit)
  • Zukneifen der Augen, starkes Blinzeln

Augenmuskellähmungen
verschiedenster Art nach z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, angeborene oder erworbene Augenmuskelfehlfunktionen.

Augenzittern
Nystagmus: ständiges oder verstecktes (latentes) Augenzittern.

Beschwerden bei Bildschirmarbeit
Untersuchung / Therapie mit dem Fokus "Bildschirm", Naharbeit.

Doppelbilder (DB)
Treten beidäugig auf, wenn die Bilder beider Augen aufgrund unterschiedlichster Faktoren nicht miteinander verschmolzen werden können. Einäugige DB haben meist eine organische Ursache.

Dreidimensionales Sehen
Schulung bei vermindertem stereoskopischem (3D) Sehen, unter anderem bei bestimmten Berufsgruppen z. B. BerufssportlerInnen, Fluglotsen, TänzerInnen, ...

Fusionsschwäche
Unfähigkeit, die Bilder beider Augen zu einem einheitlichen Seheindruck zu verschmelzen.

Gesichtsfeldausfälle
verschiedenster Art nach z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, ...

Naheinstellungsschwäche
Amblyopie: verminderte Fähigkeit der Augen in der Nähe mühelos scharf stellen zu können, juvenile Hypoakkommodation: im Kindes-, Schul-, oder Jugendalter (meist bei Schuleintritt) auftretend, wird oft als Legasthenie fehldiagnostiziert.

Neglekt
Halbseitige Aufmerksamkeitsstörung des Patienten im Bezug auf eigenen Körper oder Raum aufgrund von (halbseitiger) Schädigung im Gehirn.

Strabismus
Verstecktes (latentes) oder permanentes (manifestes) Schielen, einseitig oder wechselnd, in Ferne und Nähe auftretend.